Meditationstechniken

Frauengruppe meditiert im sitzen
Nicolas
Nicolas
Hallo liebe Leser und Willkommen auf meinem Blog zum Thema mentales Training und Stärke. Schon lange habe ich mir die Frage gestellt, was das Leben alles zu bieten hat und es ist einfach unglaublich, welche Möglichkeiten sich einem ergeben können. Nun wünsche ich euch viel Spaß auf meinem Blog.
Nicolas

Bei Meditation denkt man meist an einen Menschen, der sich im Schneidersitz befindet, die Hände faltet und die Augen schließt. Wie es Buddha unter der Pappelfeige tut. Doch dies ist nur eine von vielen Meditationsarten.

In diesem Artikel zeige ich einige Arten der Meditation auf. Welche Unterschiede diese verschiedenen Techniken aufweisen und was wir daraus lernen können. Letztendlich geht es darum eine Expansion des Bewusstseins zu schaffen und das sowohl auf physischer, als auch auf mentaler Ebene.

Meditationstechniken

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen passiver Meditation und aktiver Meditation. Wie man schon unschwer aus dem Namen erkennen kann handelt es sich bei der aktiven Version um Meditation mit körperlicher Bewegung, während die passive Version ohne große körperliche Betätigung stattfindet.

Passive Meditationstechniken

Transzendentale Meditation

Diese Transzendentale Meditation wird überwiegend im Sitzen mit geschlossenen Augen praktiziert. Dabei soll ein Mantra oder eine Wort aus dem Sanskrit dafür sorgen, die vielseitigen Schichten der Gedankenaktivität zu lösen und dabei den Verstand ins Sein zu transzendieren. Viele Informationen erhält man nicht über diese Art der Meditation, da sie markenrechtlich geschützt ist. Sie kann nur kostenpflichtig von ausgebildeten Meditationslehrern vermittelt werden.

Letztendlich soll die Transzendentale Meditation dafür sorgen, dass man über sein Alltagsbewusstsein hinaus blicken soll. Das hilft sehr das eigene Sein besser zu verstehen und bewusst zu werden, was man vom eigenen Leben erwarten kann.

Konzentrationsmeditation

In dieser Art der Meditation konzentriert man sich auf etwas Bestimmtes. Dabei ist es theoretisch egal, um was es sich handelt. Sehr gut geeignet ist eine Kerze, die man vor sich stellt. Durch die gezielte Konzentration auf einen Punkt wird der alltägliche Gedankenfluss gestoppt. Dies führt zu einer tiefen Beruhigung des Geistes.

Frau konzentriert sich auf die Kerze

Durch die ständige Fokussierung auf ein Objekt oder einen Punkt lernt man seine Konzentration lange halten zu können. Das ist natürlich sehr Erfolgversprechend und wirkt auf den kompletten Alltag positiv. Zum Beispiele wenn es darum geht Kindern in der Schule besser Leistungen zu ermöglichen. Generell kann jeder mit der Konzentrationsmeditation seine Leistungen steigern, da hier die mentale Kraft durch die ausdauernde Konzentration immer stärker wird.

Achtsamkeitsmeditation

Hier geht es darum den gegenwärtigen Moment im Körper wahrzunehmen und bewusst aufzufassen was um sich herum alles stattfindet. Daher eignet sich diese Art der Meditation besonders gut an einem Ort mit Umgebungsgeräuschen, wie zum Beispiel das Meer oder ein Fluss mit einem ständigen Rauschen. In der Beobachterposition schafft man sich vollkommen frei von Gedanken und lässt den Dingen einfach seinen Lauf. Mehr wird nicht erwartet. Durch die Akzeptanz des Seins und dem was gerade in Körper, Geist und Natur stattfindet, lässt unwichtige Gedanken verschwinden und eine tiefe Verbundenheit mit dem eigenen Bewusstsein und der Natur empfinden.

Frau meditiert am Meer

Durch diese Akzeptanz lässt der Geist von Gedanken los wie „ich bin nicht gut genug“, „ich schaff das nicht“, „ich bin zu dick“ usw. Negative Gedanken werden nicht mehr zugelassen. Daher ist diese Meditationstechnik sehr gut für Menschen mit Depressionen, Angststörungen und traumatischen Erlebnissen geeignet.

Geführte Meditation

Eine sehr bekannte Art der Meditation ist die geführte Meditation. Sie findet meist im Liegen statt und lässt sich berieseln von beruhigenden Worten, oder eine schönen ruhigen Melodie. Wenn man nicht gerade das Glück hat einen Meditationsleiter vor Ort zu haben, dann ist man mit einer CD oder YouTube Videos auch gut beraten.

Man fällt in einen Tranceähnlichen Zustand und nimmt die Worte des Redners viel intensiver auf. Eine wunderbare Methode um beispielsweise das Selbstbewusstsein zu stärken, oder lange gehegte Träume zu erfüllen (Alkoholsucht bekämpfen). Generell geeignet ist diese Meditationstechnik eine tiefe Entspannung zu erfahren oder um den Alltagsstress zu vergessen.

Wenn man mit den eigenen Kindern meditieren möchte eignet sich die geführte Meditation besonders, da sie von einer Person angeleitet werden und so weniger abgelenkt sind.

Stillemeditation

Die bevorzugt im Sitzen ausgeführte Stillemeditation ist dafür da einen völlig Gedankenlosen Zustand herbeizuführen. Alle Gedanken werden entfernt und die Aufmerksamkeit auf die Leere und das Nichts gelenkt. Wenn Stress den Alltag bestimmt, ist diese Art der Meditation besonders dafür geeignet. Ob es Schüler sind, die sich gerade im Prüfungsstress befinden, oder Erwachsene, die sich Im Beruf total unter Druck gebracht fühlen.

 

Aktive Meditationstechniken

Vipassana Kurs/Meditation

Diese Art der Meditation wird auch als Einsichtsmeditation bezeichnet. Ziel ist es das verursachte Leiden, durch Nichtsehen und Verblendung zu überwinden. Der Name Vipassana bedeutet im Klartext „Klare Sicht“ oder auch „ Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind“. Es werden buchstäblich „die Augen geöffnet“. Durch Selbstbeobachtung wird eine Veränderung ausgelöst. Man soll sich seiner Körperlichen Bewegungen und die damit verbundenen Konsequenzen bewusst werden. Ziel ist es den gemeinsamen Ursprung von Körper und Geist zu finden, indem geistige Unreinheiten gelöst werden und alle körperlichen Vorgänge ins Gleichgewicht gebracht werden. Somit wird die Welt auch so wahrgenommen, wie sie wirklich ist.

Der Vipassana Kurs ist nur für Menschen geeignet die bereit sind ihr komplettes Alltagsleben umzustrukturieren. Es ist sehr schwer einen geistigen Wandel zu erzeugen, wenn man einen durchschnittlichen Alltag lebt und in der Routine gefangen ist. Aus diesem Grund findet Vipassana meist in Blöcken über mehreren Wochen statt, um die darin verinnerlichten positiven Erfahrungen besser in den Alltag integrieren zu können.

Gehmeditation

Gehen ist ohnehin schon eine sehr beliebte Art des Sports. Lange Spaziergänge haben schon immer den Kopf frei gehalten. Besonders nach einem langen Arbeitstag ist es sehr beruhigend einen Spaziergang zu tätigen und die Gedanken schweifen zu lassen.

Mann läuft auf hoch auf den Berg

Das kann jetzt mit der Gehmeditation noch erweitert werden. Die Gedanken müssen jetzt während des Gehens vollkommen auf die körperlichen Bewegungen richten. Ähnlich wie die Konzentrationsmeditation lernt man in dieser Form viel länger seine Konzentration zu halten und vergisst sonstige Sorgen aus dem Alltag. Energieblockaden werden gelöst und die allgemeine Achtsamkeit wird gestärkt

Besonders praktisch umzusetzen, weil wir Menschen ohnehin viel Laufen. Selbst wenn es nur der Fußweg von der Wohnung ins Auto ist, welcher nur 2 Minuten geht. Theoretisch könnte diese Meditation jederzeit und überall eingebaut werden. Es wird allerdings auf 15 Minuten empfohlen auszuweiten.

Tantra

Mittels Meditation soll man die sexuelle Energie dazu nutzen können, bewusstseinserweiternde Erfahrungen zu machen. Um diese Art der Meditation auszuführen muss eine sexuelle Offenheit Grundvoraussetzung sein. Atemtechniken, Bewusstseinsentfaltung, Entwickeln von Mitgefühl und Meditation sind Bestandteile der tantrischen Lehre. Um die tantrischen Erfahrungen zu machen werden erotische und sexuelle Rituale praktiziert. Rückmeldungen solcher tantrischen Kurse werden als heilend und therapeutisch bezeichnet.

Dynamische Meditation

Nach dieser Meditation sollen innere Blockaden gelöst werden. Therapeuten greifen sehr gerne auf diese Art der Meditation zurück, da Betroffene tiefe Erkenntnisse über das Sein erfahren. Diese Meditation ist wohl mit der meisten körperlichen Bewegung verbunden. Dabei ist sie in 5 Teile unterteilt, wobei jede Phase ca. 10 – 15 Minuten dauert.

Phase 1: Hier geht es um die Atmung. Anders als bei anderen Meditationen soll so chaotisch wie möglich Ein- und Ausgeatmet werden. Dabei soll man sich natürlich komplett auf die Atmung konzentrieren und die körperlichen Bewegungen integrieren.

Phase 2: Alles raus lassen. Einfach laut sein und den Körper das geben was er will. Schreien, heulen, tanzen, singen, lachen… In dieser Phase werden alle Blockaden gelöst und die Gedanken werden frei.

Phase 3: Mit erhobenen Armen springen und das Mantra HUH! HUH! HUH! Rufen. So tief aus dem Bauch heraus wie es nur geht. Immer wenn man mit seinen Füßen auf den Boden landet wird das Mantra mit einem Atemstoß aus den Inneren befördert. Der Körper soll voll ausgelastet werden.

Phase 4: Stop! Nun komplett einfrieren und all die angestaute Energie im Körper spüren. Keine Bewegung tätigen, kein Husten, Nichts! Nun soll alles genau beobachtet werden, was in einem selbst passiert.

Phase 5: Nun kann man ausgelassen sein und mit der Musik gehen, tanzen, und das Glück spüren das durch den Körper fließt.

Fazit

Es gibt etliche Meditationsarten und es würde schon eine Weile dauern diese alle auszuprobieren. Wobei das meiner Meinung auch nicht notwendig ist. Jeder hat für sein eigenes Befinden die für ihn am besten geeignete Technik. Auch wenn man erstmal ausprobieren muss.

Jede Meditationstechnik hat etwas für sich und wurde schon unzählige Male von Menschen ausprobiert, die ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Die positiven Eigenschaften von Meditation sind unbestritten und warten nur darauf in jedem gefunden zu werden.

Ich hoffe dass ich dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnte und wünsche viel Spaß beim meditieren!

 

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